Qualitätsmedizin Schweiz Teil IV – 18. Juni 2015

Am 18. Juni 2015 fand in den Räumlichkeiten des Kursaals Bern die vierte Veranstaltung der Reihe Qualitätsmedizin Schweiz unter dem Titel „Mit Quantität zur Qualität?!“ statt.

Auch in der modernen Medizin bedeutet „Mehr“ nicht immer „Besser“! Ein Zuviel an medizinischen Leistungen und diagnostischen Abklärungen kann unerwünschte Folgen für den Patienten haben oder ein unklarer (Zufalls-)Befund eine Reihe unnötiger Folgeabklärungen nach sich ziehen. Wir wollten nachforschen, ob in der Schweiz unnötige Medizin betrieben wird und wenn ja, bei welchen Leistungen bzw. Eingriffen besondere Vorsicht geboten ist. Sind hier nur operative (elektive) Wahleingriffe problematisch oder auch andere medizinische Angebote und Therapieformen?

Zudem gingen wir der Frage nach, bei welchen Leistungen ein Zusammenhang zwischen der Zahl der behandelten Patienten und dem Erfolg einer Behandlung nachgewiesen werden kann. Wie sinnvoll ist die Forderungen von Mindestmengen und in welcher Weise können öffentlich zugängliche Behandlungs- bzw. Fallzahlen Auskunft über die jeweilige Güte der Versorgung geben?

 

Programm

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Präsentationen

Möglichkeiten zur Qualitätsverbesserung durch Qualitätsmanagement und in den Versorgungsstrukturen – Herausforderungen in Deutschland
Prof. Dr. med. Thomas Mansky, Leiter Fachgebiet Strukturentwicklung und Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen TU Berlin

Qualitativ hochstehende Medizin aus Sicht des Klinikers
Prof. Peter M. Wenaweser, Chefarzt Stellvertreter – invasive Kardiologie, Universitätsklinik für Kardiologie Bern

Vorgaben der Spitalleitung: Welche Massnahmen und Steuerungsmöglichkeiten werden ausgeschöpft?
Dr. Daniel Liedtke, COO der Privatklinikgruppe Hirslanden

Qualitätskriterien am Beispiel des Q-Labels für Brustzentren – the Good, the Bad and the Ugly
Dr. med. Mark Witschi, Geschäftsstelle Q-Label Krebsliga Schweiz

Peer-Review: Kollegiales Fachgespräch mit Hebelwirkung für den Verbesserungsprozess
Dr. phil. Daniel Zahnd, Leiter Qualitätsmanagement Inselspital und Spital Netz Bern AG

 

Radiobeitrag Wissenschaftsmagazin auf SRF 2

„Übung macht den Meister auch bei vielen medizinischen Eingriffen. Deshalb werden in vielen Ländern von Spitälern sogenannte Mindestfallzahlen gefordert. Doch dieses System hat auch seine Tücken.“ Mindestfallzahlen von Pascal Biber

 

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